Menschenbildung mit Kompetenz

Validationsausbildung Level 1 2017.18


Wann: 23.11.17 / 08:30

 

Der Umgang mit „verwirrten“ alten Menschen ist sowohl für Angehörige als auch für Pflege- und Betreuungspersonen eine schwierige und anspruchsvolle Aufgabe. Durch den Hirnleistungsabbau leben die Betroffenen im Verlauf ihrer Erkrankung immer mehr in einer nur ihnen zugänglichen Welt. 

Validation ist eine Kommunikationsmethode, die den Betreuer/innen hilft, verständnisvoller und flexibler auf das manchmal unberechenbar erscheinende Verhalten einzugehen, wodurch ein entspannterer Umgang möglich wird. 

Im Rahmen der zertifizierten Validationsausbildung „Level 1“ werden die Ausbildungsteilnehmer/innen befähigt, dementiell erkrankte Menschen in ihrer jeweils eigenen  Realität empathisch zu begleiten und deren Gefühle und Bedürfnisse besser zu verstehen.

 

Termine
23.11.2017 von 08:30-12:15 Uhr
24.11.2017 von 08:30-16:30 Uhr
25.11.2017 von 08:30-16:30 Uhr
16.12.2017 von 08:30-15:30 Uhr
19.01.2018 von 08:30-16:30 Uhr
20.01.2018 von 08:30-16:30 Uhr
17.02.2018 von 08:30-15:30 Uhr
16.03.2018 von 08:30-16:30 Uhr
17.03.2018 von 08:30-16:30 Uhr
14.04.2018 von 08:30-15:30 Uhr
05.05.2018 von 08:30-16:30 Uhr
26.05.2018 von 08:30-15:30 Uhr
09.06.2018 von 08:30-12:15 Uhr
23.06.2018 von 08:30-15:30 Uhr

Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Referetin
Mag. Notburga Gruber, Altenfachbetreuerin und Pädagogin, zertifizierte Validationslehrerin, Leiterin von Validationsgruppen, Lehrerin an der Schule für Sozialbetreuungsberufe

Inhalt
=> Kennenlernen der Validationsprinzipien
=> Bedeutung der menschlichen „Grundemotionen“ und „Grundbedürfnisse“ in der Validation
=> Kennenlernen der Theorien von Jung, Freud, Erikson und Rogers, auf denen Validation aufbaut
=> Aneignen des Grundwissens über die Phasen I, II, III, IV und Erlernen der entsprechenden Validationstechniken für diese Phasen
=> Kennenlernen anderer Methoden und Vergleich mit Validation hinsichtlich Unterschieden und Gemeinsamkeiten
=> Vorbereitung auf die schriftliche und praktische Prüfung

Methodisch-didaktische Umsetzung
Das Unterrichtskonzept ist praxisbezogen. In den Theorieblöcken kommen Videos, Einzel- und Gruppenarbeiten, Rollenspiele, teilnehmerorientierte Übungen und Selbsterfahrungsmethoden zum Einsatz. Die Praxisphasen dienen dazu, die erworbenen Techniken zu trainieren, Kenntnisse zu festigen, zu vertiefen und zu erweitern. Die laufende Dokumentation dient als Nachweis der Erledigung der Praktikumsaufgaben und zur Feststellung des Ausbildungsfortschrittes. In der Supervision werden besondere Situationen aus der Praxisphase behandelt sowie die schriftlichen Aufzeichnungen und Videoaufnahmen der Lehrgangsteilnehmer/innen besprochen, ausgewertet und nachbereitet. Aktuelle Vorkommnisse und Probleme aus der Praxisphase werden analysiert und das eigene Verhalten reflektiert.

Lehrgangsabschluss
Der Lehrgang schließt mit einem, von der European Validation Association ausgestellten Zertifikat ab. Das Zertifikat berechtigt zur Ausübung individueller Validation, zur kurzen Präsentation von Validation vor kleinen Gruppen, zur Unterstützung von Interessent/innen beim Kennenlernen der Methode und zum Einstieg in die zweite Stufe der Validationsausbildung (Gruppenleiter/in).
Kriterien für einen positiven Abschluss
=> Teilnahme an allen Theorieblöcken
=> Bewertung der schriftlichen Prüfung
=> Bewertung der Videoaufzeichnung der praktischen Tätigkeit oder eine „Live-Demonstration“ vor Ort
=> Laufende Dokumentation der Praxis

Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich an MitarbeiterInnen in Altenwohn- und Pflegeheimen, Mitarbeiter/innen in Sozial- und Gesundheitssprengeln und ehrenamtlich Tätige. Voraussetzung für die Teilnahme sind die Möglichkeit und die Bereitschaft, mindestens zweimal pro Woche ein Validationsgespräch zu führen und dieses zu dokumentieren.

Kosten
1460.- plus 180.- Euro Prüfungsgebühr, update-Förderung möglich

Teilnehmer/innenzahl: mindestens 7 und maximal 12

Anmeldeschluss: 29. Oktober 2017