Menschenbildung mit Kompetenz

Alter und Behinderung - Begleitung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung im Alter


Wann: 26.03.19 / 09:00

 

Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung werden heute älter als vor zwanzig Jahren. Das ist erfreulich, bringt aber auch neue Fragen und Herausforderungen mit sich.

Wie verlaufen Alterungsprozesse bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung? Welche Auswirkungen hat es auf Einrichtungen, wenn Klientinnen und Klienten älter werden? Wie kann der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand gestaltet werden? Was tun, wenn Menschen mit Behinderungen pflegebedürftig oder dement werden? Wie können schwerkranke und sterbende Menschen in der letzten Lebensphase gut begleitet werden?

Der Lehrgang „Alter und Behinderung“ bietet den Rahmen, sich ausführlich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Ein elfköpfiges Referent/innen-Team mit viel Praxisbezug gestaltet neun Lehrgangstage rund um die Themen Alterungsprozesse bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, einrichtungsspezifische Herausforderungen und Lösungsansätze, Angehörigenarbeit, Demenz, Betreuung und Pflege, Sterbe- und Trauerbegleitung, Biografiearbeit und personzentriertes Arbeiten.

Ein Lehrgang für Fachkräfte, die Kompetenzen in einem Zukunftsfeld der Behindertenarbeit erwerben wollen - fundiert und praxisnah. 

 

Termine
26. bis 28. März 2019, 16. und 17. Mai 2019
27. und 28. Juni 2019, 12. und 13. September 2019
jeweils 9:00 bis 17:00 Uhr

Lehrgangsinhalte
Modul 1, 26. bis 28. März 2019
Grundlagen - Mariana Kranich, Praxisgespräch Johanna Heimerl
Alterungsprozesse von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung erkennen
Einrichtungsspezifische Herausforderungen: mögliche Veränderungen des Betreuungsauftrages, Übergang und Gestaltung des Ruhestandes
Besonderheiten der Angehörigenarbeit mit alten Eltern, Praxisgespräch zum Thema Angehörigenarbeit

Modul 2, 16. und 17. Mai 2019
Demenz – Barbara Kleissl
Demenz bei kognitiver Beeinträchtigung: Formen – Verlauf – Symptomatik – Diagnostik
Betreuungskonzepte für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenz
Ansätze aus der Validation und der einfühlsamen Kommunikation

Pflege – Christine Hosp und Sonja Hasenauer
Bedarfsgerechte Gestaltung der Lebenswelt von älter werdenden Menschen mit Behinderungen - Unterstützung in alltagspraktischen Fertigkeiten
Sturzpräventive Angebote, technische Hilfsmittel und Alltagshilfen
Personenzentrierte Begleitung bei Krankenhausaufenthalten
Herausforderungen für Mitarbeiter/innen bei erhöhtem Pflegebedarf

Modul 3, 27. und 28. Juni 2019
Abschied, Tod und Trauer – Elisabeth Draxl und Dietmar Wolf
Wie Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Abschied, Tod und Trauer (anders) erleben
Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen
Bedürfnisse von Mitbewohner/innen und Betreuer/innen in dieser besonderen Zeit
Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung in Trauerprozessen

Biographiearbeit – Maria-Luise Greiter
Chancen und Möglichkeiten der Biographiearbeit, konzeptionelle Aspekte
Methoden der Biographiearbeit
Besonderheiten der Biographiearbeit mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenzerkrankung

Durchführung und Dokumentation eines Praxisprojektes
Sommer 2018, Betreuung Christine Hosp und Sonja Hasenauer

Modul 4, 12. und 13. September 2019
Personzentriertes Arbeiten – Roland Moser
„Ernstnehmen – Zutrauen – Verstehen“ ist ein, von Marlis Pörtner entwickeltes personzentriertes Konzept, das ganz auf die Praxis in sozialen Einrichtungen zugeschnitten ist. Im Rahmen des Lehrgangstages lernen die Teilnehmenden die Grundlagen des personzentrierten Ansatzes kennen. Sie können diesen in die Praxis übertragen und in ersten Schritten anwenden.

Praxistag – Christine Hosp, Sonja Hasenauer, Waltraud Haberl, N.N.
Am Vormittag stellt Waltraud Haberl Fallbeispiele, Konzepte und Projekte zur Begleitung und Betreuung von älter werdenden Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung vor. Am Nachmittag stehen die Praxisprojekte der Teilnehmer/innen im Mittelpunkt. Gemeinsam tragen wir Erkenntnisse und Erfahrungen zusammen, wie Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung gut alt werden können.

Referent/innen
Mag. Elisabeth Draxl: DGKP, Pädagogin, Bereichsleiterin Caritas Tirol
Mag. Maria-Luise Greiter: Pädagogik, Erwachsenenbildnerin, Lehrerin an der SOB Tirol
Waltraud Haberl: Regionalleitung Schwaz, Lebenshilfe Tirol
Sonja Hasenauer, BSc: DGKP, Trainerin für Sturzprophylaxe, Lehrerin an der SOB Tirol
Johanna Heimerl: Leiterin der Caritas Tagesstätte Sillgasse
Mag. Christine Hosp: DGKP, Pädagogin, Lehrerin an der SOB Tirol
Barbara Kleissl, MBA: DGKP, akademische Sozialmanagerin, Heimleiterin E.D.E.
Dr. Mariana Kranich: Psychologin, Diplom-Psychogerontologin, Köln
Roland Moser: Dozent, Supervisor und Berater, Uster (Schweiz)
Dietmar Wolf: Leiter Caritas Wohngemeinschaft Zams

Lehrgangsleitung
Mag. Christine Hosp

Zielgruppe
Fachkräfte in der Begleitung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung
mindestens 10 und maximal 16 Teilnehmer/innen

Kosten
1.220.- Euro inkl. Seminarunterlagen
update-Förderung möglich (www.mein-update.at)

Veranstaltungsort
Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Anmeldeschluss
26. Februar 2019