Podiumsdiskussion Spannungsfeld Selbstbestimmung - Zwischen Freiheit und Verantwortung

 

Menschen mit Behinderungen wird in der UN-Behindertenrechtskonvention das Recht auf Selbstbestimmung, gleiche Wahlmöglichkeiten und Inklusion in der Gemeinschaft zugesichert. Organisationen, die Menschen mit Behinderungen begleiten, versuchen, diesen Auftrag bestmöglich umzusetzen. In fast allen Leitbildern finden sich Sätze wie „Begleitung in ein selbstbestimmtes, barrierefreies und erfülltes Leben“ oder „Selbständigkeit vergrößern, Selbstbestimmung aufbauen“.

Obwohl der Begriff der Selbstbestimmung so oft verwendet wird, bleibt er vage. Wer von uns kann wirklich selbstbestimmt leben? Was heißt selbstbestimmt, wenn mir die Erfahrung fehlt? Was bedeuten Wahlmöglichkeiten, wenn Konsequenzen nicht zur Gänze eingeschätzt werden können? Geht mit dem Recht auf Selbstbestimmung auch die Pflicht zur Übernahme von Verantwortung einher? Und wenn jemand gar keine Verantwortung für sein Handeln übernehmen kann – gilt dann trotzdem das Recht auf Selbstbestimmung? Wie kann der Auftrag der Begleitung eines selbstbestimmten Lebens in der Praxis erfüllt werden? Gibt es Grenzen? Wenn ja, wo liegen sie? Eine kritische Diskussion zwischen Recht und Philosophie.

 

Am Podium
Prof. Dr. Georg Gasser
Mag.a Sabine Jäger
Mag.a Christine Riegler
Dr.in Marianne Schulze

Moderation
Zuhal Mössinger-Soyhan

Termin
30. September 2021
19:00 bis 21:000 Uhr

Ort
Je nach aktuellen Covid-19 Vorgaben Haus der Begegnung, Haus Vierundeinzig oder online.

Zielgruppe
Menschen mit Behinderungen, Fachkräfte in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen

Teilnahmebeitrag
Eintritt frei

 

Eine Veranstaltung des Caritas Bildungszentrums und der Lebenshilfe Tirol in Kooperation mit der SOB Tirol – Schule für Sozialbetreuungsberufe